Salzburger Festspiele:
http://www.salzburgerfestspiele.at/schauspiel/meine-bienen-eine-schneise-2012
Artikel dazu in der Kleinen Zeitung vom 22.08.2012:
"...Alles begann mit einem Gespräch zwischen Schauspiel-Chef Sven-Eric Bechtolf und Komponist Andreas Schett. „Ich fragte“, so Bechtolf, „was er von Händl Klaus hält. Er antwortete: ,Ich schreibe gerade ein Stück mit ihm!‘ Darauf ich: ‚Ihr beide schreibt es für mich.‘“
Das Resultat ist ein „alle Disziplinen sprengendes Stück“. Der Autor bezeichnet es als „Musikstück“: „Im Unterschied zur Oper gibt es einige gesungene und einige halb gesungene Passagen. 85 Prozent des Abends wird Musik gespielt. Musik ist für mich der Königsweg ins Herz.“
Für Bechtolf ist der Plot „ein Kriminalfall, der aber die ganze Welt beschreibt“. „Insofern richtig“, erklärt Händl Klaus, „als es, nachdem vierzehn Bienenstöcke abgebrannt werden, auch um Spurensicherung geht.“ Doch da seien andere Ebenen. Vaterlosigkeit. Die Suche eines Kindes nach der fehlenden Hälfte seiner Herkunft. Politik. Händl Klaus gibt ein Beispiel: „Die jetzige Generation sagt ihren Kindern: Wir bauen ein Atomkraftwerk. Für euch! Nicht begreifen wollend, dass hier ein Instrument der Zerstörung gebaut wird.“
Das erste „Bienengespräch“ zwischen Händl Klaus und Schett ergab eine ganz besondere Beziehung Schetts zu Bienen. Als Imkersohn aus Innervillgraten in Osttirol war er beauftragt, auf Bienen aufzupassen. Einmal entwischte ihm ein Schwarm, flog in Richtung einer Schützenkompanie, die einem Verblichenen die letzte Ehre erwies: „Ein alter Schütze, selbst Imker, rief, ich möge nach Hause laufen, zwei Topfdeckel holen, sie in schönem Rhythmus gegeneinander schlagen und in Richtung Behausung gehen. Das gelang.“
Imkersohn Schett weiß außerdem über das Verhältnis von Bienen und Menschen: „Die Biene als Lebensform führt zu philosophischen Fragen, die uns alle angehen. Mein Vater hat immer Albert Einstein zitiert: ,Wenn die Bienen sterben, sind fünf Jahre später die Menschen auch weg.‘“
Bei seinen „Bienen-Kompositionen“ zeigt sich Andreas Schett höchst einfallsreich. Mit der Cuica, einem brasilianischen Folklore-Instrument, lässt sich der Gesang der Bienenkönigin ziemlich exakt nachahmen. Dazu kommt Xylophon-Musik aus Uganda. „Zudem suchte ich nach romantischen Liedern und landete beim frühen Alban Berg. Es sind sehr, sehr schöne Lieder...."

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